Freitag, 5. Dezember 2008

Vom Last(er)esel zum Schreibtischtäter

So schnell wie diese Woche sind schon lange keine 5 Tage mehr vergangen. Man merkt einfach deutlich, dass der Büroalltag zu mir zurück gekehrt ist oder besser gesagt, ich zu ihm. Zwar war ich am Montag noch hauptsächlich damit beschäftigt, meinen Arbeitsplatz wieder einzurichten - meinen alten Platz hat inzwischen ein anderer in Beschlag genommen - und einige Computerprobleme zu lösen. Allerdings deutete sich schon gegen Montagabend an, dass es nicht bei einer kleinen Aufgabe, die ich mir noch von meinem Projekt aufgehoben hatte, für die verbleibende Zeit bleiben sollte. Am Dienstag wurde ich dann überhäuft mit Sachen, die ich am besten gestern erledigt haben sollte.
Also hab ich mich schleunigst an den Rechner gesetzt und bin nun schon wieder fleißig am konstruieren. Hab auch schon ein sehr schönes Rampenlayout entworfen und muss jetzt nur noch die Volumina berechnen, um danach die zeitliche Einteilung der notwendigen Maßnahmen machen zu können. Als Besonderheit umfassen meine Planungen dieses Mal das Versetzten einer (von insgesamt drei in der Grube vorhandenen) Wasserübergabestation (für die Wassertrucks zur Straßenbewässerung) , die Verlegung einer Stromleitung, sowie das Versetzen einer Trafostation. Ich muss jetzt also schauen, in welchem Zeitrahmen was gemacht werden kann und so planen, dass trotz Rampenbau ständig die vorhandenen Wege passierbar sind und zudem der anfallende Abraum auch jederzeit irgendwo untergebracht werden kann.
Das wird interessant, wie sich das ganze eintakten lässt, da ja auch die Draglines aufgrund der Stromabschaltung betroffen sind. Hinzu kommt, dass die Stromleitung an einen Ort verlegt wird, der erst kurz vorher gekippt wird. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dort noch ein rießiges Loch.
Wenn ich dann im September zurückkomme, wird das meiste schon über die Bühne sein und ich werde dann etwas von meiner Arbeit sehen - sofern davon überhaupt was übrig bleibt. Am Montag möchte ich den ersten Entwurf mit den Kollegen durchdiskutieren. Mal sehen, was die dazu zu sagen haben.
Doch zuvor habe ich noch ein Meeting anberaumt, wo ich meine upgedateten Planungen für die Swanlake Halde präsentieren werde und zudem einen generellen Erfahrungsaustausch in puncto Halden- / Rampendesign machen möchte. Ich hab irgendwie den Eindruck, dass viele Fehler häufig wiederholt werden, weil einfach die Lehren, die man daraus zieht, nicht weiter gegeben werden. Wahrscheinlich weiß auch ich nach wie vor vieles nicht und bin deshalb gespannt, was von den Kollegen kommt. Auf alles Fälle werde ich auch die Antworten, die ich von diversen Arbeitern vor Ort auf solche Fragen gehört habe, vorbringen.

Naja, wenn das dann rum ist, kommt nochmal so ein Projekt und und und... Ich glaub aber nicht, dass das alles noch was wird. Ist mir aber auch wurscht, denn man könnte hier auch 24 Stunden arbeiten und würde trotzdem nicht fertig werden.
Ich freue mich jetzt schon sehr auf zu Hause und werde mich so langsam mental auf die kalte Jahreszeit einstellen. Es sind ja nicht einmal mehr zwei Wochen.

Also bis gleich!

Simon

Keine Kommentare: