Samstagmorgen sah es genauso aus, wie am Freitag. Es regnete in Strömen. Nichtsdestoweniger stand Denise und Ryan pünktlich um 7.00 Uhr vor meiner Haustür, los gings nach Gloucester zum Kajak fahren. Schließlich war es ja egal, ob es von oben nass runter kam. Schließlich sollten wir ja sowieso im Wasser sein. Trotz Regen war es mit ca. 25°C ausreichend warm und der Wetterbericht sagte für Nachmittag Sonnenschein voraus. Um 9.00 Uhr waren wir, eine Gruppe von 8 Mann (und einer Frau) aus der Grube, an dem Bootsverleih angekommen. Aufgrund der starken Regenfälle der letzten Tage waren sämtliche Bootsfahrten auf dem Fluss verboten, mit Ausnahme von beguideten Touren. Zum Glück hatten wir eine solche gebucht und so machten wir uns mit Schwimmwesten, Helmen und Booten auf, um mit dem Bus zum Flussoberlauf zu fahren.
Dort angekommen erwarteten uns 12 km Flussabfahrt über ca. 15 Stromschnellen. Doch bevor wir loslegen konnten, wurden erst mal Regeln und Tricks gelehrt, wie man so ein Kajak anständig steuert. Außerdem konnten wir erstmal alle ins Wasser springen, um zu lernen, wie man wieder ins Boot kommt. Denn schließlich kann von uns keiner ne Eskimorolle. Es geht aber auch ohne, wenn auch nicht so professionell. Vor jeder Stromschnelle gabs ne kurze Besprechung, wie man am besten fahren sollte, da man auch dem Ufer nicht zu nahe kommen sollte. Ins Wasser ragende Bäume stellten einen perfekten Kajakfahrerfänger da. Danach gings dann runter. Ich muss sagen, dass ich sehr oft baden ging. Meistens hatte ich es fast geschafft und war praktisch am unteren Ende der Stromschnelle angekommen, als ich dann in so einen Strudel festgesetzt wurde. Nach ein paar Sekunden hatte mich das Wasser schön gedreht und schwupps samt Boot nach unten in den Strudel gezogen. Kurze Zeit später fand ich mich dann an der Wasseroberfläche wieder und musste zusehen, dass ich wieder ins Boot kam, bevor die nächste Schnelle kam. Insgesamt machte die Sache aber schon Spaß. Man muss auch sagen, dass ich die Schnellen besser überstand, als die ruhigen Zonen, da die lauernden Kollegen eine deutlich höhere Kentergefahr darstellten. Es wurde einem wieder mal richtig bewusst, welche Urgewalten die Natur hat und man diesen als Mensch nicht viel entgegen zu setzen hat. Helm sei Dank bleibt mir ein Stein nur als dumpfer Knall in Erinnerung und Gott sei Dank nicht als Platzwunde oder Gehirnerschütterung. Nachdem Mittagessen am Ufer gings wieder in die Boote und weiter Flussabwärts bis zur Endstation. Nach einer kurzen Stärkung mit Gerstensaft brachen wir Richtung Osten zum Diamond Beach an der Pazifikküste auf. Dadurch dass es Abend war und die Rezeption der Campinganlage schon geschlossen war, beschlossen wir, dort umsonst zu übernachten. Wir mussten halt einfach zusehen, dass wir am nächsten Morgen schnell wieder verschwanden. Bevor wir die Zelte aufbauten, gings aber erst einmal zum kühlen Bad ins Wasser.
Um 8.00 Uhr gings am Sonntag wieder los, kurz frühstücken und auf zum Strand. Wir sind dann mehrere Male an einen anderen Strand gefahren und haben so die Küste Richtung Newcastle erkundet.
Damit endete mein letztes Wochenende in Australien mit sehr schönen Erinnerungen und der Vorfreude auf ein Wiedersehen mit meiner Familie und Freunden in Deutschland.
Bis bald.
Simon
links: Diamond Beach rechts: Pazifikküste und Nelson Bay Lagune
Manche gingen um 2.00 Uhr nachts auch noch mal schwimmen. Die Wellen sind hier richtig hoch und fast jeder geht Wellenreiten. Es ist aber auch beeindruckend, wie man sich ohne Brett von einer Welle ans Ufer spülen lassen kann. Schade, dass ich diese Technik nicht schon als Kind gekannt habe, dann hätte man sich das Zurückschwimmen zum Strand sparen können.Um 8.00 Uhr gings am Sonntag wieder los, kurz frühstücken und auf zum Strand. Wir sind dann mehrere Male an einen anderen Strand gefahren und haben so die Küste Richtung Newcastle erkundet.
links: ich, Ryan, Mark und Karl rechts: Schwimmen macht irgendwie fertig, die Frisur aber auch
Nachmittags bin ich dann mit nem Kollegen nach Singleton, während andere noch an einen anderen Strand gefahren sind. Ich wollte heim, weil ich noch Sachen zu erledigen hatte und außerdem ne Menge Schlaf nachzuholen hatte.Damit endete mein letztes Wochenende in Australien mit sehr schönen Erinnerungen und der Vorfreude auf ein Wiedersehen mit meiner Familie und Freunden in Deutschland.
Bis bald.
Simon





2 Kommentare:
looking forward to catch up with you soon mate! You can look forward to a few fabulou weeks on the pists!!!
C ya soon buddy
hk
Nice girl im Hintergrund...:)
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